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Tai Chi Spielen
mit Gitta Westermann
im Dojo EViTa

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Tai-Chi Spielen

Das Wort „Spielen“ hat dich irritiert? In deinem Bild von Spielen hat es mit Spielfreude, Lebensfreude, Kindheit, Zusammensein, Spaß etc. zu tun? Erwachsene spielen doch nicht. Warum nennen die das Tai-Chi-Spielen? Was hat das mit Tai-Chi, so wie mein Bild bisher davon ist, zu tun? Spielen ist doch nicht ruhig, still und ernsthaft.

Tai-Chi Spielen ist all das. Wir üben mit Freude und gemeinsam probieren, erforschen und entdecken wir Tai-Chi-Qualitäten wie z.B. das Loslassen, bei Druck nicht umzufallen, sondern mit dieser Energie in unsere Mitte zu finden und die Kraft, die auf uns wirkt, zu erden.

In den Übungen geht es darum, wie du innere Wege findest, dieser Kraft zu begegnen.

Im Spiel ist es nur ein Druck. Im Leben sind es oft deine, oder die Erwartungen anderer, die dich unter Druck setzen und dich verspannen.  Die Schultern können verspannen, der Bauch fest werden. Und abends schmerzt der Kopf.

In den Partnerübungen lernst du diese Spannung unter Druck loszulassen. Es schult deine Wahrnehmung für die Spannungsmuster, die im Alltag in bestimmten Situationen in dir entstehen. Nimmst du sie wahr, kannst du loslassen und ursächliche Umstände mitgestalten. Z.B. deine Erwartungen an dich selbst minimieren, die Erwartungen von außen mit dem, was es in dir auslöst, zu kommunizieren und im besten Fall gemeinsam für beide Seiten eine gute Lösung finden.

Du hast verspannte Nacken- und Schultermuskulatur, hast vielleicht auch schon Schmerzen deswegen. Alles fühlt sich fest an. Wenn du da wieder loslassen könntest, wäre das ziemlich befreiend.

Im Tai-Chi-Unterricht gehen wir es spielerisch an, um in die Veränderung zu kommen.

Vorausgesetzt du möchtest lernen, nicht mehr so verspannt zu sein.:-)

Spielen ist die beste Form des Lernens, weil unser Gehirn genauso funktioniert.

Wir probieren aus, lauschen, verlieren und nehmen dabei wahr, was bisher nicht geht. Du lernst damit einen Übungsweg kennen, um das, was nicht geht, zu verändern, es möglich zu machen. Das ist dann ein echter Gewinn für dich.

Eine Übung dazu: Du stehst in Stille und fühlst dich auch ganz wohl so zu stehen, so da zu sein.

Ein Übungspartner*in kommt dazu und stellt sich neben dich.  Er/Sie legt die Hände auf deine rechte Schulter. 

Das ist ungewohnt.

Gedanken kommen: „Was soll ich jetzt tun, ich werde einfach berührt, das mag ich nicht; eigentlich soll ich ja nichts tun; aber am liebsten würde ich aus dem Kontakt gehen.“

Und schon ist es vorbei mit dem Wohlsein in dir. Die Schultern verspannen evtl. noch mehr.

Du nimmst die Verspannung, vielleicht sogar leichten Kopfschmerz wahr: „Misst, das Berühren, geht ja gar nicht“, sagst du vielleicht zu dir. Gehst in eine Art Widerstand.

Im Tai-Chi Spielen lernst du, dem Widerstand zu begegnen und eine Wahl zu haben.  Die du im wahren Leben nicht immer hast oder dir nicht gibst, geben kannst oder nicht bekommst.

Gehst du aus dem Kontakt, ist es ok. Doch bei der nächsten Berührung wird es wahrscheinlich wie bei der ersten sein.

Die andere Wahl wäre, dazubleiben, mal in dich hinein zu lauschen, ob du diesen Widerstand auch körperlich spüren kannst. Oftmals wird der Bauch fest oder die Nacken-Schultermuskulatur spannen noch mehr an.

Findest du nun einen Weg in dem Kontakt den Bauch zu entspannen oder die Schultern unten zu lassen?  Wenn nein, dann könnt ihr mal die Rollen tauschen vielleicht bekommt dein Übungspartner das ja hin.

Nimmst du Wege im anderen wahr, kannst du sie auch bei dir finden.

Der Kontakt, das Berühren des anderen hat den Zweck, dich selbst besser wahrzunehmen.  Denn auch Berührungen nähren uns, nähren dich. In diesem Fall deine Wahrnehmung für dich.

Im Tai-Chi Spielen findest du einen praktischen Weg zur inneren Freiheit auch im Kontakt mit der Erde, mit der Natur und mit den Menschen im Alltag.